Intensiv-Kurs «Teenager verstehen»
Modul #6: «Pubertät und ich?»
Dieses Modul ist eine Reflexions-Einladung, um hinter die Kulissen deines Verhaltens zu schauen
Einführungs-video
Ein tiefe(re)s Verständnis dafür, was gerade hinter den Kulissen des Verhaltens abläuft - das ist für mich die Grundlage, um Menschen zu begleiten. Kinder, Teenies, andere Erwachsene und ja, auch sich selbst.
Und weil es nicht ausreicht, “nur” zu verstehen, was im Inneren deines/deiner Teenie abläuft, möchte ich dich in diesem Modul in drei Schritten dazu anregen, hinter deine Kulissen zu schauen.
Schritt 1: Meine Pubertät & Ich
Je mehr wir uns in unsere eigene Pubertät und in unser eigenes pubertäres Ich einfühlen und uns daran «erinnern» können, wie sich diese Herausforderungen für uns angefühlt haben, desto eher gelingt es uns, unsere Kinder grossherzig durch diese turbulente Zeit zu begleiten.
In diesem Workbook findest du ein paar Impulse hierfür.
Schritt 2: Meine elternrolle & Ich
Wir alle nehmen unser Leben und unseren Alltag durch bewusste oder unbewusste Brillen und Filter wahr. Das ist auf der einen Seite sehr hilfreich, weil wir uns so schnell(er) und oft auch besser in der Flut von Eindrücken und Wahrnehmungen zurechtfinden. Solche Filter können unser Erleben aber auch verzerren und uns in der Begleitung unserer Teenies im Wege stehen.
Diese Filter bestehen aus all dem, was uns im Laufe unseres Lebens geprägt hat: unseren Erfahrungen, unseren Werten, den kulturellen Normen, mit denen wir aufgewachsen sind, aber auch aus unbewussten Ängsten und Erwartungen. Sie sind wie innere Glaubenssätze oder Überzeugungen, die uns Situationen blitzschnell bewerten oder einordnen lassen.
Wenn wir uns dieser Filter bewusst werden, können wir Verzerrungen eher als solche erkennen. Und das wiederum öffnet unseren Horizont und vereinfacht unser Zusammenleben mit Teenies.
Mit den Übungen in diesem Workbook möchte ich dich anregen, unbewusste Glaubenssätze als solche Filter zu erkennen.
Schritt 3: Mein Teenie, meine Trigger & Ich
Richtig herausfordernd wird die Begleitung von Teenies dann, wenn etwas, das er oder sie sagt oder macht, auf eine verdrängte Verletzung aus unserer Vergangenheit trifft. Denn ja: Teenies haben oft ein untrügliches Gespür hierfür und drücken gekonnt und zielsicher unsere Knöpfe.
Von einem Trigger sprechen wir, wenn auf diese Weise unbewusst eine schmerzhafte Erinnerung aus unserer Vergangenheit aktiviert wird, so als würden wir sie nochmals durchleben. Das alles spielt sich blitzschnell ab und geschieht uns einfach: Unser Unterbewusstsein übernimmt, denn es erinnert sich an alles, was war, auch wenn wir keine Ahnung haben, worum es gerade geht. Und so passt zwischen das, was unser Teenie sagt oder tut, und der Reaktion in unserem Inneren gefühlt kein Blatt. Wir sind im Alarmzustand und reagieren direkt und impulsiv aus dieser Verletzung heraus – und das ist selten hilfreich.
Der erste Schritt, um zwischen Reiz und Reaktion mehr Luft zu schaffen und um bewusst reagieren zu können, liegt im Blick hinter die Kulissen von solchen Trigger-Situationen. Wenn wir verstehen, was in uns abgeht, fällt es uns leichter in unserem erwachsenen Ich zu bleiben, so dass unser verletztes inneres Kind nicht das Steuer übernehmen und das Drama nochmals erleben muss.
Der Schlüssel zur Auflösung von solch hochexplosiven Situationen liegt also nicht in einem angepasste(re)n Verhalten unseres Teenies, sondern in einer gelösteren und erwachsenen Reaktion von uns selbst.
Und genau auf diese Spur möchte ich dich mit diesem Workbook schicken....
Eine Audio-Übung als Homeplay
In diesem Audio nehme ich dich mit auf eine Reise zu deiner inneren Achse. Ich zeige dir, wie du dich erden und dich gleichzeitig auf das grosse Ganze ausrichten kannst, so dass du aus deiner Mitte heraus handeln und deine Kinder innerlich balanciert begleiten kannst.
Das ist meine ganz persönliche Reise, die ich täglich und manchmal mehrmals täglich mache. Manchmal ganz achtsam bewusst und manchmal in Windeseile, nämlich dann, wenn ich in turbulenten Situationen ganz viel Erdung und innere Ausrichtung brauche.
Empfehlenswerte weiterführende Ressourcen
Teenie-Eltern: Wir wissen, wie das geht! - Sechs Eltern-Instinkte, die alle Teenie-Eltern kennen - Oder: Wie wir unsere Eltern-Superkräfte für die Teenie-Zeit wiederentdecken und nutzen können
Und auch wenn ich manchmal stolpere… - Reflexionen rund um die Herausforderungen des «Mutter-Seins» - Oder: Wie ich damit umgehe, wenn ich aus dem Tritt gerate und stolpere
Als Eltern Fehler zugeben? – Unbedingt! - Warum wir weiche Herzen brauchen, um Fehler als Möglichkeit und Form zu lernen zu sehen – Oder: Warum wir uns bei unseren Kindern entschuldigen sollten
«Es tut mir leid…» - Wie wir uns bei Kindern entschuldigen - Oder: Worauf wir beim Entschuldigen tunlichst verzichten sollten
Weiterführende Literatur
Byron Katie: The Work
Stefanie Stahl: Dein inneres Kind muss Heimat finden
Frank Möller: Befreie dein Herz